Karfreitag, Fisch in Sicht und die Kaffeemaschine streikt
Der Karfreitag, 3. April 2026, begann so, wie man es sich für eine Radtour wünscht: teilweise bewölkt, aber trocken, und mit angenehmen 14 Grad Celsius genau richtig für Menschen, die gern radeln – und weniger gern frieren. Im Laufe des Nachmittags lichteten sich die Wolken sogar noch, vermutlich aus Respekt vor den 14 entschlossenen Radlerinnen und Radlern, die sich am Umspannwerk in Ober‑Roden/Breidert eingefunden hatten.
Pünktlichkeit wurde großgeschrieben: Auch unsere Mitradlerinnen und Mitradler aus Offenbach waren rechtzeitig zur Stelle. Offenbar hatte sich herumgesprochen, dass das heutige Ziel kulinarisch besonders attraktiv war. Denn Karfreitag ohne Fisch? Für diese Gruppe undenkbar.
Wie jedes Jahr zu Ostern sorgte Alfred Grohmann für eine kleine Überraschung und verteilte ein liebevoll vorbereitetes Ostergeschenk. Ein fester Programmpunkt, der inzwischen fast schon erwartet wird – aber nie langweilig ist. Leider war seine Frau Moni diesmal entgegen der Ankündigung nicht dabei, was wirklich sehr schade war. Aber Moni, wir zählen beim nächsten Mal auf dich! Vielen Dank für die schöne Geste!
Wohin fährt man an Karfreitag?
Die Tour lag in bewährten Händen: Gerhard Elsesser führte die Gruppe souverän an, während Reinhold Harnoth als Schlussmann darauf achtete, dass niemand verloren ging – weder auf der Strecke noch gedanklich.
Schon bei der Planung stellte sich die klassische Karfreitagsfrage: Wohin fährt man, wo gibt es Fisch – und vor allem: Wo bekommt man mit 14 Leuten auch wirklich einen Platz? Nach kurzer, aber intensiver Beratung herrschte schnell große Einigkeit: Ziel sollte das Restaurant „Blaue Adria“ in Großostheim bei Aschaffenburg sein – bewährt, beliebt und radlererprobt.
Gerhard bewies dabei einmal mehr organisatorisches Geschick und konnte dort sogar 15 Sitzplätze ergattern. Man weiß ja nie – vielleicht meldet sich ja noch ein Fahrrad spontan zum Essen an.
Die Hinfahrt – entspanntes Rollen mit Aussicht
Vom Umspannwerk aus ging es über Eppertshausen, Münster, Altheim, Hapertshausen, Langstadt, Schaafsheim und Ringheim in Richtung Großostheim. Die Stimmung war bestens, die Gespräche abwechslungsreich und die Beine gut gelaunt.
Der erste Stopp erfolgte in Harpertshausen, an der Kirche gegenüber dem festlich geschmückten Osterbrunnen. Hier wurde kurz durchgeatmet, begutachtet, wer das schickste Fahrrad hat (natürlich rein objektiv), und geprüft, ob wirklich alle noch da sind – was tatsächlich der Fall war.
Einkehr mit Tradition
Über den Wallstädter Weg erreichte die Gruppe schließlich ihr Ziel in Großostheim: die Blaue Adria. Das kroatische Restaurant ist längst ein alter Bekannter und wird nicht ohne Grund immer wieder angesteuert: große Portionen, faire Preise und ein freundlicher Empfang, bei dem man das Gefühl hat, willkommen zu sein – selbst in Radlerklamotten.
Nach dem Essen trat die wohlige Ruhe ein, die man nur kennt, wenn alle satt und zufrieden sind. In diesem Moment nutzte Reinhold Harnoth die Gelegenheit, um auf das STADTRADELN 2026 hinzuweisen, das am 17. Mai startet. Natürlich wollen auch die Quartier‑Radler wieder mit dabei sein.
Wer Lust hat, kann sich unter https://www.stadtradeln.de/roedermark anmelden und der Gruppe „Radfahrgruppe Quartier‑Waldacker“ beitreten.
Zum Abschluss der Einkehr spendierte der Wirt einen kleinen Slivovitz – ein diplomatischer Versuch, den Abschied hinauszuzögern, der nur mäßig gelang.
Rückfahrt mit technischer Panne
Die Rückfahrt führte durch Großostheim nach Stockstadt, weiter über Harreshausen in Richtung Babenhausen. Kurz vor Harreshausen wurde an der Schönen Eiche nochmals angehalten – ein klassischer „Wir könnten eigentlich weiter, aber warum?“‑Stopp.
Ein Teil der Gruppe verspürte nun das dringende Bedürfnis nach Kaffee und Kuchen. Das Café im Seniorenzentrum Bethesda, direkt an der Strecke gelegen, schien die perfekte Lösung. Allerdings war das Café auf den plötzlichen Ansturm einer kompletten Radgruppe nicht vorbereitet. Die Kaffeemaschine, offenbar überfordert von so viel Nachfrage, verabschiedete sich kurzerhand in den Streik.
Kurze Irritation, dann Gelächter – und schließlich bewährte Flexibilität: Man wechselte souverän auf andere Getränke. Radler eben – anpassungsfähig, lösungsorientiert und gut gelaunt. Anschließend ging es über Babenhausen, vorbei am Schloss, durch den Babenhäuser Wald, weiter nach Eppertshausen und schließlich zurück nach Ober‑Roden.
Schlusswort
Am Umspannwerk angekommen, wurde ein positives Fazit gezogen: tolle Strecke, gutes Essen, beste Gesellschaft – und sogar eine defekte Kaffeemaschine konnte die Stimmung nicht trüben. Das Organisationsteam erhielt verdientes Lob.
Nach der Ankündigung der nächsten Tour am 10. April nach Groß-Zimmern (Treffpunkt 11:00 Uhr am Bahnhof Urberach) löste sich die Gruppe langsam auf. Zurück blieben müde Beine, zufriedene Gesichter und die Gewissheit: Das war Karfreitag, wie er sein soll – auf dem Rad und mit Humor.
Bilder: Reinhold Harnoth













Wiederum eine treffende Beschreibung der stattgefundenen Radtour am Karfreitag nach Großostheim.
Sehr gut und toll den Lesern kundgetan.
Alle können sich in die Tour versetzt fühlen.
Dank an Hans für diesen Bericht ♂️♀️♂️