Willkommenskultur

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Der Magistrat der Stadt Rödermark informiert

Pressemitteilung Bürgermeister Roland Kern 31.5.2016

Willkommen in Rödermark
Land fördert neuen Ansatz der Willkommenskultur

Der Bedarf ist nicht nur groß, sondern auch von bleibender Bedeutung: Es ist wichtig, dass Zuwanderer einen möglichst schnellen Zugang zur Gemeinschaft und zu den unterschiedlichen Angeboten innerhalb der Stadtgemeinschaft bekommen. Willkommenskultur soll nicht nur punktuell, sondern dauerhaft etabliert werden.

Aus dieser Erkenntnis hat die Stadt Rödermark ein umfangreiches Projekt unter dem Motto „Willkommen in Rödermark“ entwickelt, das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration über einen Zeitraum von drei Jahren mit 48.000 € unterstützt wird. Die Fördermittel entstammen dem Landesprogramm „WIR“ (Wegweisende Integrationsansätze Realisieren).

Angesprochen sind Rödermärkerinnen und Rödermärkern einschließlich der Menschen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, die eine hohe Bleibeperspektive haben. „Wir entwickeln gemeinsame Projekte, die uns in Kontakt und neues Miteinander bringen. Die Projekte werden an unterschiedlichen Orten in ganz Rödermark angeboten. Neue Kooperations-partner können hinzukommen, eine stärkere Vernetzung von bestehenden Angeboten wird aktiviert und von einer neuen Projektkoordinatorin begleitet“, sagt Ulrike Vierheller, die Integrationsbeauftragte der Stadt Rödermark, die vier Teilprojekte skizziert:

  • Eine mehrsprachige Willkommensmappe, mehrsprachige Flyer, ein Newsletter
    „Willkommen in Rödermark“, Schulungen für Zuwanderer (zu deutschen Regeln,
    Mülltrennung, Heizkosten-Sparen, Gesundheit, Ernährung und Erziehung u.a. Themen), interkulturelle Fortbildungen unterstützen die Gemeinschaft in Rödermark sowie die hauptamtlich Tätigen bei ihren aktuellen Herausforderungen.
  • Der Startschuss für ein Kochprojekt fällt am 20. Juni im SchillerHaus, Urberach, am Weltflüchtlingstag, der in Zusammenarbeit von Kreis, Stadt und dem NFR e.V. gestaltet wird. Hier gibt es neben köstlichen Suppen und einem Beitrag zu „Flucht, Asyl und Fremde aus biblischer Sicht“ auch alle Informationen „rund um den Kochtopf“.
  • Das Kunstprojekt „Nimm deinen Stuhl und komm“ startet mit vielen Veranstaltungen und Kooperationspartnern ab sofort. Donnerstag dem 23.6. von 9.00 – 11.00 Uhr beginnt im SchillerHaus bei Kaffee und Tee eine der gemeinschaftlichen Veranstaltung mit mehreren Kooperationspartnern: Hier können gebrauchte Holzstühle abgegeben werden. Es werden Farben und Material-Spenden gerne entgegen genommen und gemeinsam werden interkulturelle Stühle bemalt. Diese sollen in den interkulturellen Wochen im September und Oktober an unterschiedlichen Orten ausgestellt werden und an Plätzen dauerhaft installiert werden, um Treffpunkte zu schaffen und um im Stadtbild kulturelle Vielfalt sichtbar zu machen.
  • Die Einrichtung der Hotline „Integration – Hast du Kummer, wähl die Nummer“, 0176 – 149 111 31, ist ein wesentlicher Bestandteil, um alle Anliegen aufzunehmen und an die entsprechenden Stellen weiterzuleiten. Dabei ist es das Ziel, dass aktuelle Bedarfe gesammelt und Beschwerden noch zeitnaher beantwortet werden, Wünsche und Erfahrungen einfließen. Auch erhalten Interessierte hier alle Informationen rund um die einzelnen Projekte.

„Integration ist keine Einbahnstraße. Viele Menschen in Rödermark sind bereits unterwegs und schaffen mit hoher Motivation Angebote und Begleitungen, um ein friedliches und für alle attraktives Rödermark zu gestalten. In unserer Stadt geht es nicht darum, die Integration ernst zu nehmen, das tun wir! Es geht darum, eine selbstverständliche Struktur zu schaffen, in der Sie oder Du einbezogen sind.“, kennzeichnet Bürgermeister Kern die Grundidee des Konzeptes.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Vorstellung des Gesamtvorhabens, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind, findet am 29. Juni um 18 Uhr im SchillerHaus, Schillerstr. 17, im Stadtteil Urberach statt.

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