Eine Frühlingsfahrt mit Geschichte, Genuss und guter Laune
Der 27. März 2026 begann für dreizehn gut gelaunte Radlerinnen und Radler mit einem Wetter, das man höflich als „herausfordernd“ bezeichnen könnte: 9 Grad Celsius, teilweise bewölkt, trocken – aber gefühlt eher 3 Grad. Doch Kälte ist bekanntlich relativ, vor allem, wenn man in bester Gesellschaft unterwegs ist. Schließlich war sogar der 96‑jährige Supersenior Roman Weisenberger mit von der Partie – ein lebender Beweis dafür, dass Radfahren jung hält.
🚦 Start mit Kultur und Kulinarik
Die Gruppe stand unter der souveränen Leitung von Tourenleiter Gerhard Elsesser, während Reinhold Harnoth als zuverlässiger Schlussmann dafür sorgte, dass niemand verloren ging – weder menschlich noch materiell.
Ein Teil der Gruppe hatte den Tag bereits besonders stilvoll begonnen: mit dem beliebten „Frühstück mit Schiller“ im Schillerhaus Urberach, das jeden dritten Freitag im Monat angeboten wird. Der restliche Tross stieß pünktlich um 11 Uhr am Schillerhaus dazu. Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßung und einem Überblick über den geplanten Tourenverlauf rollte der kleine Radkonvoi gut gelaunt los.
🚴♀️ Auf nach Egelsbach
Die Strecke führte zunächst Richtung Offenthal, wo um 11:30 Uhr am Bahnhof ein weiterer Mitradler wartete – perfekte Zeitplanung, wie man sie sich wünscht. Danach ging es über die Brandschneise, die Theodor‑Heuss‑Straße und den Kurt‑Schumacher‑Ring schnurstracks zum Rewe‑Markt in Egelsbach.
🥨 Einkehr mit Auswahlgarantie
Dort folgte, was man bei einer Schlemmertour erwarten darf: eine ausgedehnte Pause. Ob herzhaft, süß oder praktisch für unterwegs – das vielfältige Angebot ließ keine Wünsche offen. Nach gut einer Stunde war klar: Die Kalorienzufuhr war gesichert, die Motivation ebenfalls.
🌿 Rückfahrt mit Geschichte
Gestärkt ging es auf bekanntem Weg zurück über den Kurt‑Schumacher‑Ring und die Theodor‑Heuss‑Straße, vorbei an den Büchenhöfen, bis auf den Radschnellweg Frankfurt–Darmstadt. Dieser führte die Gruppe Richtung Langen, das zügig durchquert wurde. Hinter der Nordumgehung folgte der idyllische Abschnitt entlang des Geräthsbachs, dann über den Wormser Weg rund um Langen.
Besonders aufmerksam wurde es hinter dem Langener Schwimmbad: vorbei am Paddelteich, entlang des Sterzbachs. Dieser unscheinbare Bach schrieb einst Industriegeschichte, denn er trieb im Laufe der Jahrhunderte die Mühlräder von gleich sechs Mühlen an – von der Springenmühle bis zur Wettengelsmühle, die ihren Betrieb erst 1959 endgültig einstellte. Heute ist es still am Sterzbach, doch die Geschichte fuhr gedanklich mit.
Nach einem kurzen, aber spürbaren Anstieg erreichte die Gruppe über die Langener Straße Götzenhain, folgte den Gleisen der Dreieichbahn nach Offenthal und schließlich zurück nach Urberach.
👋 Schlusswort
Nach einem kurzen Abschlusswort verabschiedeten sich die Teilnehmenden und rollten zufrieden in ihre jeweiligen Stadtteile und Heimatorte. Zurück blieb das Gefühl einer rundum gelungenen Radtour: kühl, aber sonnig; entspannt, aber abwechslungsreich – und vor allem geprägt von Gemeinschaft, Bewegung und Genuss.
Bilder: Reinhold Harnoth






Mein lieber Hans,
wiederum eine tolle Schilderung der bewältigen dritten Radtour in 2026 der Radfahrgruppe vom Quartier Waldacker.
Vielen lieben Dank dafür.
Schöne Grüße Reinhold